Der Boom im Golfplatzbau

Martin Hodler und John C. Storjohann

Ab anfangs der Achtzigerjahre stieg die Zahl der in der Schweiz am Golfsport Interessierten überdurchschnittlich. Die Nachfrage übertraf das Angebot bei weitem. In den Clubs gab es Wartelisten. Zwischen 1970 und 1992 wurden in der Schweiz nur vier Anlagen eröffnet, acht weitere entstanden gezwungenermassen im nahen Ausland. 

Am 11. September 1992 organisierte die Swiss Golf Foundation eine Tagung und lud Vertreter der Landwirtschaft, des Tourismus und des Migros-Genossenschafts-Bundes ein. Ziel war die Teilnehmenden vom Wert und Nutzen des Golfsports zu überzeugen. Das Resultat war spektakulär: Zwischen 1993 und 2023 wurden zusätzlich gegen 60 neue Golfanlagen auf Schweizer Boden gebaut. Die Zahl der Golfspielenden stieg auf über 100'000 im Jahr 2024. 

Die Gründe weshalb zwischen 1967 (GC Schönenberg) und 1992 in der Schweiz praktische keine neuen Golfplätze gebaut werden konnten, waren die ablehnende Haltung der Landwirtschaft und des Naturschutzes. Bei den Bauern hiess der allgemeine Tenor: «Das Land ist nicht für die Reichen oder zur Freizeitgestaltung da, sondern um Nahrungsmittel zu produzieren und die Landschaft zu pflegen». Für den Naturschutz ging es um die Wahrung der Naturnähe.

Dr. Werner Stocker, seit Jahren ASG-Vorstandsmitglied und Captain des Golf Club Breitenloo, sagte 1991 in einem Interview im Magazin «Golf & Country» folgendes zur damaligen Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage im Schweizer Golf: «In absehbarer Zeit, mit immer mehr Spielwilligen auf der kleinen Anzahl Plätze in der Schweiz, wird das bestehende Problem bestimmt nicht kleiner werden. Dies ist die Schattenseite des Golfbooms. Die jetzt bestehenden Clubs können die Erwartungen aller am Golfsport Interessierten nicht erfüllen und werden daher oft angefeindet. Dagegen ist der Verband machtlos. Er könnte höchstens versuchen, dass dank des Goodwills, den das Golfspiel heute geniesst, mehr neue Plätze in der Schweiz gebaut werden.»

Die Tagung «Golf & Natur»

Als der Direktor des Bauernverbandes, Melchior Ehrler, anfangs der neunziger Jahre bekanntgab, dass aus wirtschaftlichen Überlegungen rund 100'000 Hektaren Agrarland stillzulegen seien, reagierten die ASG und die SGF. Es bestand die Gefahr, dass zahlreiche Bauernfamilien wegen dem sinkenden Bedarf an inländischen Landwirtschaftsprodukten ihre Existenzgrundlage verlieren könnten.

Im Auftrag der ASG ist es der sich in Gründung befindenden Swiss Golf Foundation gelungen, bereits im September 1992 eine wichtige Tagung mit Vertretern des Bauernverbandes, des Tourismus und des Migros-Genossenschafts-Bundes, unter dem Titel «Golf & Natur», zu organisieren. 

Mit dieser Tagung wurde der Dialog zwischen Golf, Landwirtschaft und Tourismus, anschliessend auch mit dem Naturschutz, lanciert. Es ging darum, sowohl die Landwirtschaft als auch den Naturschutz vom Wert und Nutzen des Golfsports zu überzeugen. 

Neben der Anwesenheit des Direktors des Bauernverbandes (Melchior Ehrler),den Vertretern der ASG (Präsident Gaston Barras und Generalsekretär Johnny Storjohann) sowie Dr. Hans-Peter Danuser (Tourismusdirektor von St. Moritz) war auch Eugen Hunziker, Präsident und Delegierter des Migros-Genossenschafts-Bundes, anwesend. Der Naturschutz war an dieser Tagung nicht vertreten. Als ASG-Vizepräsident und designierter Präsident der SGF leitete Martin Hodler den Anlass.

Gaston Barras wies in seiner Eröffnungsrede auf den steinigen Weg hin, den der Schweizer Golfsport bei seiner Entwicklung zu gehen hat. Der markante Walliser, war schon damals weitherum bekannt für sein grosses Engagement zugunsten des Golfsports, insbesondere in der Schweiz.  

Der damalige ASG-Generalsekretär Johnny Storjohann informierte anschliessend über den Notstand der Entwicklung des Golfsports in der Schweiz.

Die Tatsache, dass sich Melchior Ehrler bereit erklärt hatte als Podiumsteilnehmer an dieser Tagung teilzunehmen, war ein klares Zeichen des wachsenden Interesses der Landwirtschaft, mit den Vertretern des Golfsports in Kontakt zu treten. Es wurde ihm bewusst, dass dank dem Golfsport vorhandenes Landwirtschaftsland rentabler genutzt werden kann als durch die Produktion landwirtschaftlicher Güter. 

Hans-Peter Danuser wies darauf hin, dass auch aus Sicht des Tourismus mehr Golfplätze in der Schweiz gebaut werden sollten. Er betonte, dass beim Bau von Golfanlagen die Bedürfnisse des Naturschutzes zu respektieren seien.

Am Ende der Veranstaltung gratulierte Eugen Hunziker (als offizieller Vertreter der Migros) der ASG zur bevorstehenden offiziellen Gründung der Swiss Golf Foundation und zur Durchführung dieser Tagung. Er erwähnte, dass bei der Migros bereits vier konkrete Golfplatzprojekte vorlägen. Sollten in den nächsten fünf bis sechs Jahren mindestens zwei dieser Projekte realisiert werden, wäre er sehr glücklich. Er werde sich innerhalb der Migros dafür einsetzen. 

Der Boom im Golfplatzbau in Zahlen

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